Restaurierung 230SL - 1964 - 050 weiß

Kenne ich von meinem frühen 230-er auch so. Trotz neuer Achsträgergummis und Getriebelagerung ist es bei meinem immer noch hilfreich die Karosserie etwas anzuheben um mehr Luft zum Abheben des Ventildeckels zu bekommen. Evt. hätte ich den Block am Getriebe noch höher einstellen müssen, aber vlt. war das Auto auch etwas klein für den großen Motor und Mercedes hat die Motorlage später erst optimiert.
 
Hallo Sven,
ein falscher Motorträger (aus 'ner Limo) auf einer Seite sorgte bei mir dafür, daß der Ventildeckel sich aufgrund der Nähe zum Schloß nicht demontieren ließ. Die eingegossenen Teilenummern der Träger unterscheiden sich, genau wie die Geometrie, nur wenig. Das falsche Teil ist kaum auf den ersten Blick erkennbar, bestimmt aber entscheidend den Abstand zum Schloß.

Gruß aus dem Sauerland
Günter
 
Hallo Sven,
habe mom. nur ein Bild von vorn aber man sieht, dass die Leitung vom Sperrschalter noch dahinter her verläuft.
Mache morgen mal ein Bild von der Seite.
Hast du dein Getriebe ausgerichtet? Wenn das nicht stimmt fällt der Motor zur Stirnwand hin ab.
Ggf. gibts ja auch Unterschiede 230/280
 

Anhänge

  • Motor99.jpg
    Motor99.jpg
    376,6 KB · Aufrufe: 197
Hallo Günter! Guter Hinweis - kannst du die korrekte Nummer bitte bei Gelegenheit mal nennen?

@Sven: Respekt - besser konnte man die Coronaauszeit wohl kaum nutzen! Wünsche dir wenig weitere Überraschungen. Vergiss nicht einen Lautsprecher einzubauen bevor die Scheibe reinkommt, das wird nie wieder so einfach.
 
Hast du dein Getriebe ausgerichtet? Wenn das nicht stimmt fällt der Motor zur Stirnwand hin ab.
Ggf. gibts ja auch Unterschiede 230/280
Das Getriebe haben wir ausgerichtet. Und der leicht abfallende Motor zur Stirnwand ist meines Wissens zumindest bei den frühen 230er - meiner ist von 64 - so. Oder liege ich da falsch?
 
falscher Motorträger (aus 'ner Limo) auf einer Seite sorgte bei mir dafür, daß der Ventildeckel sich aufgrund der Nähe zum Schloß nicht demontieren ließ
Danke, ich werde das zu Sicherheit nochmal prüfen. Die Motorträger habe ich neu geholt, sondern die "Bestandsträger" nur gestrahlt und versiegelt. Ich gehe mal davon aus, dass das die originalen sind. Aber sicher ist sicher.
 
Hallo Forum,


Hallo Sven,
ein falscher Motorträger (aus 'ner Limo) auf einer Seite sorgte bei mir dafür, daß der Ventildeckel sich aufgrund der Nähe zum Schloß nicht demontieren ließ. Die eingegossenen Teilenummern der Träger unterscheiden sich, genau wie die Geometrie, nur wenig. Das falsche Teil ist kaum auf den ersten Blick erkennbar, bestimmt aber entscheidend den Abstand zum Schloß.

Gruß aus dem Sauerland
Günter



hier das "Beweisfoto" des linken Motorträgers (rechts im Bild der Übeltäter 127 223 02 04; links sein korrekter Artgenosse)

20161114_210536.jpg

und noch die korrekten Teilenummern der Motorträger, die ich mir notiert hatte:
Links: 127 223 12 04
Rechts: 127 223 11 04
(ohne Gewähr!)


Gruß aus dem Sauerland
Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
oder wie bei mir ... Motorträger des Limo-Motors montiert, die sind leicht anders gekröpft als die richtigen für den Pagode-Motor. Zum Glück war das damals nur ein kleiner Investor. Heute werden dei scheinbar in Gold aufgewogen.

EDITH: Hab den anderen Post nicht gesehen ... war ich also nicht alleine ...
 
Hi Sven,
hier ein Foto wie es mom. bei mir aussieht. Aber wenn du den Ventildeckel einfach demontierst bekommst ist doch alles o.k.
 

Anhänge

  • Motor.jpg
    Motor.jpg
    660,8 KB · Aufrufe: 211
@goldhamme_rulez Danke. Ich denke, die Pagode wird gut.

An welcher Stelle würdest Du denn diskutieren? Bin immer an Meinungen interessiert.

Hallo Sven,

da bin ich ja noch ein paar Antworten schuldig ;) ... vorab allerdings die Frage von wann ist Dein 230er ? Scheint ja ein späteres Modell zu sein, da Loch für Wärmetauscherventil vorhanden ist und die inneren B-Säulen-/Verdeckkastenabdeckungen kurz sind bei Dir.

Schön finde ich die Schlauchbinder und Spannbackenschellen. Und auch die Relais-Reihe ist hübsch und schwarz.

Die spezielle Klammer, die den Unterdruckschlauch vom Bremskraftverstärker zur Saugbrücke an der Zündkabelbrücke hält, gibt es wohl aktuell wieder (und recht günstig) bei Mercedes - ich hatte meine teuer aus USA importiert :cool:

Der PT-Chef meinte, dass an der Spritzwand der Bereich um den Sicherungskasten und Steckdose von Hand schwarz gepinselt wurde, so dass es keinen Farbwechsel zwischen Dämmung und diesen Anschlüssen gab. Fehlt bei mir auch.

Es gibt jetzt wieder vermehrt auch Dämmung mit dem frühen original nachempfundenen "Diamant"-Muster für die Motorraumstirnwand.

Top ist natürlich der originale Ölmessstab und die die 230er "Tasche" für die Führung der Zündkabel an der Brücke kommt vielleicht noch ?

Die Aufkleber an Kühler, Ventilabdeckungshaube und Ausgleichsbehälter sind, so meine ich, für spätere Modelle - aber das wissen andere besser.

Beim Anlasserkabel scheint die Durchführung zu fehlen, die unten an den Batteriehalter aufgesteckt wird - aktuell gibt es die bei SLS nur mit häßlicher blauer Silikon-Tülle.

Bei den beiden gleichgroßen Öffnungen zwischen Steckdose und Wasserschlauch vom Wärmetauscher gehen durch das obere das Kabel für den Thermoschalter und der Welle des Drehzahlmessers, durch die untere die Tachowelle und das Öldruckröhrchen.

Das Öldruckröhrchen wird dann an ein Schlauchstück gekoppelt. Der Halter dafür ist an den Bremskraftverstärker angeschraubt.

Das Kabel für den Thermoschalter der Anreicherung im kalten Zustand geht mit dem Bowdenzug der Haubenentriegelung erst durch die Halteklammer unterhalb des Wasserschlauchs vom Wärmetauscher und biegt dann nach vorne Richtung Bug ab.

Ich glaube, der Kühlwasserschlauch vom Kühler zum Ausgleichsbehälter verläuft weiter zum Kotflügel hin (nicht parallel zu den Einspritzröhrchen) und passiert das Dämpferelement auf der rechten Seite. Beim "Abbiegen" Richtung Bug wird es von einer speziellen Doppelklammer am Unterdruckschlauch gehalten, die unser PT Kollege Memmo als Nachfertigung anbietet. Allerdings scheint Dein Kühler "schon" getauscht worden zu sein und die aktuelle Verlegung somit technisch notwendig.

Und keine Sorge - ich habe mir auch schon Lack abgeholt - https://www.pagodentreff.de/diskuss...-zusammenbautagebuch.12910/page-2#post-128442

Weiterhin gutes Gelingen -

Oliver
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

ohne hier auf die Details eingehen zu wollen, finde ich Dein Restaurationsergebnis des Motorraums richtig wohltuend und schön, wirklich sehr gut gelungen. Endlich mal nicht so übertrieben und alles - was sich nicht wehren konnte - vergoldet. Übrigens viel viel schöner als der Brabus-Motor in dem Link von Beitrag 25. Bravo :bierkrug:.

Nur mein unwesentlicher Geschmack,
Recardo
 
Hallo Sven,

da bin ich ja noch ein paar Antworten schuldig ;) ... vorab allerdings die Frage von wann ist Dein 230er ? Scheint ja ein späteres Modell zu sein, da Loch für Wärmetauscherventil vorhanden ist und die inneren B-Säulen-/Verdeckkastenabdeckungen kurz sind bei Dir.

Schön finde ich die Schlauchbinder und Spannbackenschellen. Und auch die Relais-Reihe ist hübsch und schwarz.

Die spezielle Klammer, die den Unterdruckschlauch vom Bremskraftverstärker zur Saugbrücke an der Zündkabelbrücke hält, gibt es wohl aktuell wieder (und recht günstig) bei Mercedes - ich hatte meine teuer aus USA importiert :cool:

Der PT-Chef meinte, dass an der Spritzwand der Bereich um den Sicherungskasten und Steckdose von Hand schwarz gepinselt wurde, so dass es keinen Farbwechsel zwischen Dämmung und diesen Anschlüssen gab. Fehlt bei mir auch.

Es gibt jetzt wieder vermehrt auch Dämmung mit dem frühen original nachempfundenen "Diamant"-Muster für die Motorraumstirnwand.

Top ist natürlich der originale Ölmessstab und die die 230er "Tasche" für die Führung der Zündkabel an der Brücke kommt vielleicht noch ?

Die Aufkleber an Kühler, Ventilabdeckungshaube und Ausgleichsbehälter sind, so meine ich, für spätere Modelle - aber das wissen andere besser.

Beim Anlasserkabel scheint die Durchführung zu fehlen, die unten an den Batteriehalter aufgesteckt wird - aktuell gibt es die bei SLS nur mit häßlicher blauer Silikon-Tülle.

Bei den beiden gleichgroßen Öffnungen zwischen Steckdose und Wasserschlauch vom Wärmetauscher gehen durch das obere das Kabel für den Thermoschalter und der Welle des Drehzahlmessers, durch die untere die Tachowelle und das Öldruckröhrchen.

Das Öldruckröhrchen wird dann an ein Schlauchstück gekoppelt. Der Halter dafür ist an den Bremskraftverstärker angeschraubt.

Das Kabel für den Thermoschalter der Anreicherung im kalten Zustand geht mit dem Bowdenzug der Haubenentriegelung erst durch die Halteklammer unterhalb des Wasserschlauchs vom Wärmetauscher und biegt dann nach vorne Richtung Bug ab.

Ich glaube, der Kühlwasserschlauch vom Kühler zum Ausgleichsbehälter verläuft weiter zum Kotflügel hin (nicht parallel zu den Einspritzröhrchen) und passiert das Dämpferelement auf der rechten Seite. Beim "Abbiegen" Richtung Bug wird es von einer speziellen Doppelklammer am Unterdruckschlauch gehalten, die unser PT Kollege Memmo als Nachfertigung anbietet. Allerdings scheint Dein Kühler "schon" getauscht worden zu sein und die aktuelle Verlegung somit technisch notwendig.

Und keine Sorge - ich habe mir auch schon Lack abgeholt - https://www.pagodentreff.de/diskuss...-zusammenbautagebuch.12910/page-2#post-128442

Weiterhin gutes Gelingen -

Oliver
Danke Oliver,
erstmal Danke, das motiviert mich weiter zu optimieren. :-) Das sind je jede Menge Details und ich brauche am Wochenende ein wenig Ruhe und antworte dann etwas ausführlicher.

Kurz vorweg: Nach Datenkarte wurde mein Wagen am 29.Juni 1965 fertig gestellt. Also nicht superfrüh in der Modellhistorie.

Und ja: Den Kühler musste der Vorbesitzer mal tauschen, wir haben dem auch etwas Pflege zu Gute kommen lassen. Aber den originalen haben wir nicht, zumindest nicht zu akzeptablen Preisen, gefunden.
Danke, Sven
 
Hallo Sven,

ohne hier auf die Details eingehen zu wollen, finde ich Dein Restaurationsergebnis des Motorraums richtig wohltuend und schön, wirklich sehr gut gelungen. Endlich mal nicht so übertrieben und alles - was sich nicht wehren konnte - vergoldet. Übrigens viel viel schöner als der Brabus-Motor in dem Link von Beitrag 25. Bravo :bierkrug:.

Nur mein unwesentlicher Geschmack,
Recardo
Danke, Recardo.
Wir entscheiden immer zwischen Perfektion, Pragmatismus und wollen am Ende auch ein ehrliches Auto haben. Ist ja kein Museumsstück, sondern soll sich im Alltag bewähren.
Danke, Sven
 
Na wenn Du beim Brabus nicht mehr Fehler findest..... Im allerersten auftauchenden Bild sind schon die Teile hinter den Gittern nicht schwarz lackiert, und so geht's weiter, falls man suchen sollte und mit originalgetreuen Bildern vergleichen will.
LG Theo
 
Moin Sven,

es gibt zwei Typenschilder bei der Pagode an der Karosse.
Fahrgestellnummer vorne rechts auf der Stirnwand, wo bei der Dämmmatte schon die Einkerbung ist.
Das andere ist das Produktionsschild welches außer bei den ganz ganz frühen Fahrzeugen auf dem Relaisträger sitzt.


Übrigens, ich weiß wer die fertigen kann, wenn sie verloren gegangen sind.

;)
Grüße Memmo
Hallo Memmo,

okay, das Typenschild mit Fahrtgestellnummer kommt noch. Haben wir bei den Karosseriearbeiten entfernt. Beim Produktuktionsschild muss ich tatsächlich am Wochenende mal in der Kiste nachsehen.

Aber vielleicht gerne auch eine Nachfertigung.

LG Sven
 
Antwort auf #23
Hallo Martin,
bin immer wieder von schön restaurierten Motorräumen begeistert. Für Motorexperten empfinde ich den Motorraum der Pagode immer als "self explaining design".

Zu Deinem Foto eine kleine Anmerkung => die Leitung der Kurbelgehäuseentlüftung und die Wasserleitung (Einspritzpumpe-Drosselklappengehäuse) verlaufen parallel und werden mit einem Formgummiteil gegeneinander gedrückt. Damit funktionieren sie wie ein einfacher Wärmetauscher; nach meiner Meinung verhindert so das heiße Zylinderkopfwasser ein "Kondensieren" des Ölnebels und damit ein "Verschmieren" der Drosselklappe / des Drosselklappengehäuses (kein Öl an den Wänden).
Bei modernen Motoren (Golf) wird das luftseitig mit einem elektrisch beheizten "Igel" gelöst.

Grüße
Jörg - Fahrer von Gina