Lieber Münsterländer
o.k. ich fand meine Anwort auch ein wenig barsch. Aber wie kommst du dazu, auf meinen 1. Text so eine Antwort zu geben? Und das mit einem sicheren Ton, das ich als kleiner Bub von 43 Jahren, der Sonntags beim Kaffee cirka 120 Benz Dienstjahre mit am Tisch sitzen hat, nur staunen kann.
Egal - nochmal; Kunde bestellt in der Niederlassung. Es wird eine Auftragsnr. erstellt. Der Leitstand plant das Auto ein. Der Wagen wird aufgelegt. Es wird eine Produktionsnummer erstellt. Diese besteht aus den letzten 3-4 Zahlen der Auftragsnummer. Eine Aufbaunummer gibt es auch, aber das ist eine andere Geschichte. Der Wagen wird nach einer "Auftragsnummer" gebaut. Es wird eine Mappe mit dem Fahrzeug mitgeführt. Da steht alles Wissenswerte drin. Diese Mappe ist intern und nicht zur Durchsicht freigegeben, landet im Archiv. Nur ein kleines Beispiel; Karl Napf fährt 323 vom Band runter und pennt noch halb. Ergebnis fette Beule. Kontrolle finden das nicht optimal und notiert "fette Beule". Bandablauf sagt:"Das kann man nicht weg polieren." Der Wagen muss in eine andere Abteilung.
Diese beschließt, neue Seitenwad hinten rechts. Ablauf: Verdeckgestänge raus, Tür rechts ab, Stoßstange rechts ab, Kofferdeckel ab. Rückleuchten raus....u.s.w. Dank gutem Personal alles wieder wie neu. " 2 Jahre später. Dr. Reibach verkauft 323, als unfallfreies Auto. Käufer hat einen Unfall, wir ahnen schon, hinten rechts. Der Gutachter stellt fest, der Wagen hatte einen alten Unfall und eine neue Seitenwand. Böses Blut, aber eine Anfrage beim Werk bestätigt die alte Geschichte mit K. Napf. Nachzulesen in der Prodagmappe.
Gute Nacht
Sinan
PS: Im Werk dürfte der Wagen übers Dach rutschen, es wäre kein Unfallwagen. Besten falls Schrott, aber kein Unfallauto. Ein unfallfähiges Fahrzeug braucht eine Zulassung.
Dann erst kann es ein Unfallauto werden. Sachen gibts.