230SL 1963 00063

Hallo Sead, meine Sitze wurden vor 7 Jahren mit Echtleder in papyrus-beige neu überzogen. Gemäßden Mercedes Vorgaben wurde der Unterbau mit Federn neu eingebaut. Die Arbeit wurde sehr gut durchgeführt, gleichwohl in den hinteren 10 cm der Sitzfläche ist der Sitz knüppelhart, weil die NOSAGFedern hinten in einer Schiene eingeschoben sind und der darüberliegende Unterbau nicht federt. Die Füllung der Pfeifen des Lederbezugs machn den Sitz in diesem Bereich wenig komfortabler. Bei mehreren Nachfragen verschiedener Sattler im Stuttgarter Raum, die Mercedes Sitze restaurieren, bekam ich die Antwort, dass so die Mercedes Sitze original aufgebaut waren.


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Gruss
 
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Die unterschiedlichen Sitzformen hat unser Kollege @M127II im Clubheftchen 2/2015 sehr übersichtlich und gewohnt detailliert dargestellt - von den gleichen Sitzpolstern der frühen 230SL bis hin zu den Kopfstützen der Barock 280SL.
 
Hallo Sead, meine Sitze wurden vor 7 Jahren mit Echtleder in papyrus-beige neu überzogen. Gemäßden Mercedes Vorgaben wurde der Unterbau mit Federn neu eingebaut. Die Arbeit wurde sehr gut durchgeführt, gleichwohl in den hinteren 10 cm der Sitzfläche ist der Sitz knüppelhart, weil die NOSOC Federn hinten in einer Schiene eingeschoben sind und der darüberliegende Unterbau nicht federt. Die Füllung der Pfeifen des Lederbezugs machn den Sitz in diesem Bereich wenig komfortabler. Bei mehreren Nachfragen verschiedener Sattler im Stuttgarter Raum, die Mercedes Sitze restaurieren, bekam ich die Antwort, dass so die Mercedes Sitze original aufgebaut waren.


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Gruss
Genau so ist es. In meinem anderen Thread gibt es Fotos dazu. Habe ja alle Nosag Federn neu gemacht. Ne Sauarbeit..
 
Lüfterräder Stahl-Alu Konstruktion. Ganz große Klasse!! Zwei Madenschrauben lösen und das Lüferrad bequem mit Hand von der Welle abziehen! Bei späteren Plastikrädern weiss man ja, dass es nicht einfach ist.
 

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;)
Die lassen sich sogar zuverlässig feinwuchten, da sie sich nicht verziehen wie die Kunststoffdinger. Hilft dem Motor und der Laufruhe...
 
Hat irgendjemand dieses "hellgelbe antik 1065" Leder in seinem Auto oder weiß, wo man es beziehen kann.
Zugesandtes Muster von KHM ist weit davon entfernt...
nun ist das ja schon eine Weile her und vielleicht gar nicht mehr aktuell...
Ich glaub ich hab hier hellgelb antik Leder. Die Sitze sind aus einem W108, keiner weiss genaues. Ich denke 250/300 von 1967 (noch altes Schnittmuster und neue Sitzbeschläge), die wurden mal etwas schlampig neu-/umlackiert auf pergament oder ähnliches, aber nach etwas putzen ging die Farbe wieder grossteils runter. Speziell an Rück- und Unterseiten (Innenseite) bekommt man einen Eindruck der originalen Farbe. Die Türverkleidungen kamen ohne Fensterschlüssel und Armlehne, dei beigen Teile kommen aus meinem Fundus.
sitze _W108_2.JPG sitze _W108_5.JPG sitze_W108_01.jpg sitze_W108_3.JPG sitze_W108_4.JPG
 
W110-111_lederpolsterungen.jpg
Anhand des Keders in ´hellgelb antik 1065´, und der weiterten Ausstattungsfarben gehe ich davon
aus daß die Ausstattung Code 213 ist, bzw. an diese ´angelehnt war.
Dazu passte auch das ursprüngliche Softtop schwarz 720

Leder hellgelb antik 1065
Scheuerschutz beige D24
Bodenbelag beige 6415
Rückseite Vordersitze creme L2
Sonnenblende creme D22
+ weiteres
​
Quelle: Mercedes-Benz SL-Club Pagode e.V. - Publikation Farben und Ausstattungen Art.-Nr. 0059
Grüße
norbert

Bou L2.... Boucle L2 creme
 

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Besonders die chromatierten Ventile gefallen mir.

vG
Detlef
Och, da das eh nach Trommel abgerechnet wird und nicht nach KG, kann man sich die doch schön in die Vitrine stellen.

Nach deutscher HU Einstufung sind allerdings beide Lenkhebel nach der Behandlung ein Totalschaden.
 
Och, da das eh nach Trommel abgerechnet wird und nicht nach KG, kann man sich die doch schön in die Vitrine stellen.

Nach deutscher HU Einstufung sind allerdings beide Lenkhebel nach der Behandlung ein Totalschaden.
Da ist nichts, was Totalschaden aufweisen könnte. Keine Sorge.
 
Doch. Eine nachträgliche galvanische Bearbeitung von sicherheitsrelevanten Fahrwerksteilen führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung. Gibt dazu auch eine Arbeitsanweisung an die Prüfstellen. Das fängt beim Verchromen von Felgen an und endet beim Verzinken von Achsteilen, Bremsteilen, Querlenkern, Teilen der Lenkung, etc.

Und die Lenkhebel die auf deinem Bild gelb chromatiert wurden, fallen eben unter genau diese Teile.
Das gleiche gilt z.B. auch für die Schrauben von Bremssätteln oder für die Querlenkerachsen am Rahmen.

Bei letzteren kann ich dir sogar aus Erfahrung sagen, dass ich da nachträglich von Kunden gelb verzinkte Teile hatte, die bei der Montage zerbröselt sind.

Der technische Grund dafür ist, dass es beim chemischen Prozess an diesen Teilen zu Wasserstoffversprödungen kommen kann. In Folge dessen können die Teile dann im Betrieb brechen. Die Anweisung ist auch kein Hirngespinst, sondern wurde in den 70er Jahren mit Blut geschrieben...
Damals kamen Sportwagen die Lotus, Caterham, etc. in Mode und viele Leute haben dann die offen liegenden Querlenker verchromen lassen, weil das schöner aussah. Bis ein paar davon gebrochen sind und es zu tödlichen Unfällen kam. Eine spätere Untersuchung hat dann gezeigt, dass es beim Verchromungsprozess zu eben jener angesprochenen Materialveränderung gekommen ist, die dann zum Bauteile versagen geführt hat.
 
Ja, ich habe ja schon geschrieben wie mir z.B. verzinkte Querlenkerachsen zerbröselt sind. Im original sind die so hart, da kannste mit nem Sägeblatt oder ner Feile nix dran beschicken, nachträglich verzinkt sind mir die bei der Montage schon zerbröselt...
Es gibt schon n Grund, warum man Schraubengüten jenseits von 10.9 oft nur schwarz blank kaufen kann, warum Schrauben von Werksüberholten ATE Bremssätteln schwarz sind, usw. usf.

Nicht immer alles kopflos ins Zinkbad werfen und auch nicht immer alles kopflos Sand/Glasperlenstrahlen, etc...

Manche Sachen lieber einfach nur putzen und im Zweifelsfalle lieber einfach n paar Tropfen Farbe drauf machen...
 
Genau aus diesem Grund wird bei mir jedes einzelne Bauteil VOR dem Galvanikprozess penibelst entfettet und glasperlen gestrahlt. Somit dient das Säurebad nicht, um die Teile zu entrosten, sondern, um die Oberfläche zu "aktivieren" für anschließenden "Zinkauftrag". Mein Galvanikbetriebleiter weiß das, daher weiss ich das auch.
Schade, dass dir aus Unwissenheit damals diese Querlenkerachsen zum Schrott wurden.
Bei mir ist nix Kopflos, keine Sorge.
Weiteres Geschreibe deinerseits zu diesem Thema ist somit nicht nötig.